Palma de Mallorca und die Westküste
Die stetig wachsende Hauptstadt Palma de Mallorca ist vielseitig und weltoffen. Sie ist das Ergebnis des Zusammenspiels verschiedener Kulturen, wie es sich für eine große Mittelmeerstadt geziemt. Ihre Einwohner mittlerweile etwas über 500.000, bezeichnen Palma schlicht als „Ciutat“, die Stadt schlechthin, das Tor zur Außenwelt und Kontaktpunkt für jegliche Projekte der Insel.
Auf den ersten Blick sieht man, wenn man per Flugzeug oder Schiff anreist, eine völlig aufs Meer ausgerichtete Stadt. Über ihr thronen majestätisch die schweren Steinmassen der Kathedrale „La Seu“ und der Festung „Bellver“. Sie zeugen davon, dass die Stadt einst doppelt geschützt war: im spirituellen wie auch im kriegerischen Sinne.
Die Kathedrale ist zweifellos die wichtigste Sehenswürdigkeit Palmas. Zu Anfang des 14. Jahrhunderts wurde sie unter der Herrschaft von Jaume II, dem ersten König des Hauses Mallorca, über den Resten einer Moschee errichtet. Der Grundriss der Kathedrale ist rechteckig und dreischiffig. Das Mittelschiff ist das breiteste, das je in einer gotischen Kirche angelegt wurde. Großartig sind auch die hohen Säulen, die ins Kreuzgewölbe auslaufen und mit Kandelaberringen verziert sind. Diese wurden, ebenso wie die riesigen Votivlampen, von Antoni Gaudí entworfen. Im Jahre 1904 ließ Gaudi das Bauwerk umgestalten, wobei das Mittelschiff freigeräumt wurde. Seitdem wird das Innere der Kathedrale herrlich von dem durch Fenster und Rosetten südlich einfallenden Licht ausgeleuchtet. Die größte Rosette hat eine Fläche von 100 m2. Am imposantesten fällt das Licht gegen 11.00 Uhr vormittags ein.